29.04.2014: Letzte Vorbereitungen auf den „Camino Teil 2“

Hui – nun kribbelt es langsam ganz gewaltig:

1. Spanische Handy-SIM-Karte (Yoigo) aufladen: Erledigt

2. Rucksack zur Probe packen: Erledigt (sehr prall gefüllt)

3. Klamotten waschen und auf Vollständigkeit prüfen: Erledigt

4. Papiere ausdrucken bereitlegen: Erledigt

5. Medikamente zusammenpacken: Erledigt

6. Vorfreude spüren: dauert noch an.

7. Bammel haben: dito. 😉

8. Musik auf MP3-Player packen: Erledigt

Bei all den ganzen Vorbereitungen kommt die grandiose Erkenntnis: Der Deuter-Rucksack mit 5 Litern mehr (Deuter SL 35 plus 10) wäre besser – diesmal muss wegen der Wetterumschwünge in den Pyrenäen ja mehr Zeug mit (wenn es auch nicht viel an Gewicht ausmacht). Mal sehen – Terracamp in Münster (Aegidiimarkt – Topladen!) hat meinen eventuell irgendwann neuen Rucksack vorrätig und würde mir zehn Prozent Rabatt einräumen…

Wichtig nur: Den Rucksack darf ich dann nicht voller packen. Ich brauch ja nur mehr Platz für die Verpflegung, da mein Rucksack jetzt knackevoll ist und das auf die Nähte geht. Ich denk noch drüber nach. Spätestens beim Camino Teil 3 wird es wohl der größere Rucksack werden.

Übrigens: Als spanische SIM-Karte bietet sich eine von Yoigo an. Die habe ich für mein Urlaubshandy seit April 2012. Alle sechs Monate müssen mindestens 5 Euro aufgeladen werden (supersimpel über http://www.recharge.com per Kreditkarte, Pay Pal oder Sofortüberweisung – Geld ist ruckzuck auf der Karte), sonst verfällt die Nummer. 41 Euro sind nun drauf – sollte zumindest einige Zeit halten. In den Herbergen gibt es ja meistens WLAN.

So. Nun freu ich mich erst mal auf das (wahrscheinlich) angesagte Grillen morgen. Dann noch einen ruhigen 1. Mai und Freitag geht um 6.15 Uhr schon mein Flieger in Münster…

Ultreia -(immer voran)!

Bin gespannt, was der Weg mir bringen wird. *tieflufthol*

Wir lesen uns!

LG
Iris

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18.04.2014: Rundwanderung bei Elte

Ich habe mir endlich mal wieder die Zeit genommen, ein wenig mit Rucksack loszulaufen. Da ich die Broschüre „7 Wanderwege in Rheine“ in meinem Bücherschrank wiedergefunden habe, fällt meine Wahl schnell auf einen 15 km-Rundwanderweg, der in Elte startet.

Hier die Route in Kurzform:

Dorfplatz Elte – Elter Sand (Bockholter Emsfähre) – Feldkante – Wildes Weddenfeld – Dorfplatz Elte

Der Weg ist so idyllisch wie er sich anhört. Das Wetter ist überwiegend gut mit warmem Sonnenschein und nur ein paar kleinen Schauern. Das Wichtigste: Der Flaschenhalter für PET-Flaschen, der von der Firma EK aus den USA stammt, ist sein Geld wert („Bottle Cat“) – die Billigvariante von Pearl.de dagegen knallt sofort durch. 2 Billigteile landen in der Tonne. Die EK-Halter kommen mit auf den Camino, damit ich die Flasche jederzeit griffbereit habe und nicht wieder dehydriere, weil ich vergesse zu trinken 🙂
Außerdem ziehe ich die günstigeren Socken aus der Sockenschatulle den teuren Falke-Socken vor. Sie halten die Füße weitaus kühler und verursachen keine Druckstellen.

Nach gut eineinhalb Stunden lege ich eine kleine Pause ein. Der Picknicktisch mit den beiden Bänken lädt geradezu zum Nickerchen ein. Also hau ich mich hin – und nach ner halben Stunde mit dem Kopf an den Tisch, als mich ein Wohnmobil-Fahrer unverhofft hupend weckt.

Anschließend geht’s weiter durch die Wachholderheide zu einem Weiher im Wald.  Im Wilden Weddenfeld ist es ebenfalls hübsch und später geht es vorbei an Forellenteichen und dem Heimathaus zurück zum Dorfplatz.

Ein schöner Tag – Natur ist doch was Feines.

Eindruecke folgen.

Lg
Iris
Nächste Woche geht’s los.

16.04.2014: Buchtipp zum Reisen auf dem Jakobsweg

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Hannelore Hallek hat's geschrieben.

Als ich dieses Buch vor meinem ersten Camino geschenkt bekommen habe mit den Worten „Hier – hab ich beim Arzt beim Blättern in Frauenzeitschriften gesehen – da war ein Ausschnitt drin und ich hab’s bestellt, weil du doch bald dahin willst! Außerdem isset lustig!“ – nun ja, da war ich erstmal skeptisch. „Hat bestimmt so’n Hausmütterchen geschrieben, das eine Bustour über den Jakobsweg gemacht hat“, dachte ich noch – und dann wurde ich auf einmal mitten ins Buch hineingezogen.

Ehrlich gesagt: Lange habe ich nicht für die 219 Seiten gebraucht, denn die Erlebnisse der Dame auf dem Camino werden sehr kurzweilig, schnörkellos, ehrlich, flüssig und humorvoll geschildert. Es wird sogar der Bogen in die Wirklichkeit nach dem Weg gespannt, was mir auch gut gefallen hat. Aber am tollsten fand ich die Tatsache, dass ich viel lachen musste, am Ende immer noch einen Heidenrespekt vor dem Weg, aber trotzdem gerade in diesem Moment auch eine Riesenlust verspürte, nun bald auch endlich nach Spanien zu kommen.
Die Passage über die Pyrenäen machen mir auch wohl erst heute Angst, weil ich damals schon wusste, dass ich sie beim ersten Camino gar nicht gehen würde 🙂

Vielleicht hat ja jemand Lust auf kurzweilige, dennoch reflektierende Lektüre zum Weg, bitte einfach mal reinlesen – und da Humor oft geschlechteruebergreifend ist, denke ich, dass das Buch kein spezielles Frauen-, sondern einfach ein Pilgerbuch ist:

„Wie ich nach Santiago de Compostela ging und ganz woanders ankam“
HanneLore Hallek
Ein Frauen-Jakobsweg
ISBN: 978-3-8334-6740-0
219 Taschenbuch-Seiten
14,90 Euro
(Kindleversion gibbet auch 🙂 )
Ganz viel Spaß dabei!
Lg
Iris

P.S.: Bald geht’s los. Mann, kribbelt das.