15.5. Im Bus von Santo Domingo nach Bilbao

Mit Judith Mario und Soraia gibt’s ein kurzes Frühstück in der Bar neben der Albergue. Soraia drückt mir zum Abschied einen Pin des Santiagokreuzes in die Hand. Als wir uns noch einmal alle drücken, kriegt sogar Mario feuchte Augen. Schwerer Abschied. Ich hoffe, sie kommen alle heil in Santiago an und freue mich darauf, von ihnen zu hören.
Mit einem Mädel aus Bremen sitze ich jetzt im Tingelbus nach bilbao. Wir fahren übers das Land und kleine Dörfer. Mein Zimmer habe ich gestern schon gebucht. Das Mädel kommt auch im September wieder. Mal sehen, ob wir uns wieder treffen :))
Morgen um acht geht mein Flieger. Gegen halb eins bin ich in Münster. Und – Ach ja – ich werde wieder ein Jahr älter. Darauf gibt’s dann ein Bierchen 🙂

Es War eine tolle Zeit mit tollen Menschen. Mal sehen, vielleicht bist du ja im September auch dabei,  Mama 🙂

Diesmal gab’s mehr Schmerzen als im letzten Jahr. Aber die haben sich gelohnt. Die Pyrenäen waren ein Erlebnis. Jeder Tag ein Geschenk. Und die letzte Etappe gestern War noch einmal besonders hübsch. Ich bin gespannt, wie die Meseta-Hochebene sein wird. Ich werde es erleben.
Danke für diese spannenden 220 Kilometer.
Weist
weiter geht’s nach Bilbao. (11,80 Euro mit dem Bus ;))
Alles Liebe.
Iris

p.s.
Andrea und ich sind in Bilbao angekommen. Wir trinken noch einen Kaffee zusammen. Danach suche ich mein kleines Hotelzimmer in der Altstadt. Ein Doppelbett nur für mich. Tv. Internet. Cool :))
Erstmal duschen und dann die Altstadt erkunden. Plötzlich habe ich doch keinen Bock mehr auf 20 km :))
Alles cool. Freu mich auf morgen.Und auf morgen Abend 😉
wink
Iris

Advertisements

14.5.Azofra -Santo Domingo Fotos

image

Doppelzimmer in Azofra

image

Nach dem letzten gemeinsamen Frühstück

image

Schnee auf den fernen Gipfeln

image

La Rolla – Gerichtssaeule hinter Azofra

image

wieder knallt die Sonne

image

und wieder sind die Farben toll

image

dito

image

da lang

image

wir treffen sogar Elfies alte Schuhe heute 😉

image

;))

image

der luxusrastplatz

image

von weiter weg fotografiert

image

Blumenpracht

image

das Auge hat gut zu tun heute. so viel Gruen 😉

image

image

🙂

image

Richtung Santo Domingo

image

😉

image

In Santo Domingo

image

Die Hühner in der Albergue

image

Garten

image

muss ja irgendwo trocknen.

image

jaja. muss auch sein.

image

Hühner sogar als Kekse

image

Party in Santo

image

:))

image

😉

image

Musik Bitte!

image

Mehr 🙂

image

Champignons für einen Euro

image

Santo Domingo

image

Raucherfenster fand ich lustig. Da wird auch bedient.

image

Gangs mit Kluft 🙂

image

Champignons sind fertig 😉

image

Turm in Santo

image

Minikapelle in der Herberge
Bis später.
Iris

14.5.: Azofra – Santo Domingo de la Calzada (16 km)

Jetzt ist er tatsächlich schon da. mein letzter Lauftag auf dem Mai-Camino 2014. ging das schnell.
Fast die ganze Herberge ist leer, als wir endlich zum Frühstückscafe aufbrechen. Gegen zehn verlassen Judith Soraia Mario und ich auch dieses – nicht ohne uns herzlich und ewig lang von Loyda und Samuel verabschiedet zu haben, die heute nach Teneriffa zurückfliegen. Gibt wohl ein schlimmeres Los 😉
Als wir zu laufen beginnen, ist es irgendwie merkwürdig. Sich von dem Weg zu verabschieden, scheint diesmal schwerer. Vielleicht, weil ich nicht dieses euphorische Ankommen sie beim letzten mal erlebe. Es ist ein Abschied „mittendrin“. Und die anderen gehen noch gar nicht heim 🙂
Naja, vielleicht bleib ich auch hier mit einigen in Kontakt. Waer schon schön. Diesmal bekomme ich auch nicht mit, wie ihre Geschichten weitergehen. Ob sie ankommen, aufgeben, sich verlieren oder gemeinsam weiterlaufen. Aber dank Whats App bleib ich vielleicht ein wenig auf dem Laufenden.
Der Tag ist wieder schön. Kein einziger Regentag War diesmal dabei. Die Strecke ist recht einfach, nur ein kleiner Hügel ist etwas anstrengender. Dafuer gibt’s oben Einen hübschen Rastplatz mit Liegen. 😉 Hier stoßen auch Mario und Soraia wieder zu uns, die ein langsames Tempo haben. Ich verlasse den Platz bald darauf allein, um einen zweiten möglichen weg nach Santo Domingo einzuschlagen. Ein wenig möchte ich heute allein laufen. Und das ist auch gut so. Zwischendurch lege ich mich nochmal kurz ins Gras, bevor ich Gas gebe und gegen drei an der Herberge ankomme. Dort steht auch Judith schon und so pennen wir nochmal in einem gemeinsamen Schlafraum. Meinen Fuessen Gefahr das aufhören nicht, vielleicht tun sie deshalb weh.  🙂 Bald merken wir, dass im Ort abends ein Fest stattfindet zu Ehren des Heiligen Santo Domingo. Wir waschen im Garten, bestaunen die nicht gesund aussehenden weißen Hühner, die hier gehalten werden, um jeweils drei Wochen in der Kirche im Käfig zu sitzen (hier gibt’s ne Sage um gebratene Huehner die wieder lebendig wurden und von der Gabel sprangen, um wegzufliegen, was zur Folge hatte, das ein zu Unrecht gehaengter Junge auch wieder lebendig wurde). Die Herberge der Bruderschaft ist riesig, nett und ein toller Abschluss.  Ebenso das Fest, das fuenf Tage dauert und im Rahnen dessen heute abend Musik gespielt wird, einzelne Gruppen unterschiedlich seltsam angezogen auf dem Dorfplatz trinken und Champignons Essen, die es für einen Euro gibt. Seltsame Bräuche 😉 aber schön.  ich schlendere (nachdem ich mit Zuckerwasser wieder aufgepaeppelt worden bin, weil ich mal wieder zu wenig gegessen habe ;)) mit Judith durch die Gassen, wir essen Spaghetti Carbonara und Lasagne, sitzen in einer Kneipe und bekommen dort Chicken Nuggets und trinken zwei Bier. Danach  bin ich bettfertig. Um sieben Uhr gabs auch noch mit einigen Leuten im minikapellenraum der Herberge ein kurzes internationales Gebet mit Gesang und dem Vater Unser, bei dem sich alle ab den Händen halten.
Jetzt schnarcht einer über mir, mein Zimmer morgen in Bilbao ist gebucht und ich schaue dankbar auf neue tolle Erfahrungen, Freunde und Schöne 220 km zurück. Ich komme wieder. Ganz bestimmt. Leon wartet noch auf mich und da schließt sich der Kreis.
Bin gespannt, was dann auf mich wartet. habe Viel gelernt, über mich erfahren und an anderen zu schätzen gelernt. Nun freue ich mich auf meine lieben daheim. Sehen uns Freitag – adios los todos y hasta manana!

alles Liebe
Iris
(jetzt ist Bettruhe ;)))
wink

Navarrete – Ventosa – Azofra Fotos

image

Wer bist du? Was für eine Frage.

image

erste Pause Ventosa

image

Polonaise Judith Mario Loyda Samuel

image

Loyda und Samuel 🙂

image

Heute ists relativ flach.

image

Gedicht vor Najera

image

Pinxtos in Najera

image

Auf dem aus Najera heraus

image

ohne worte

image

Felder en masse

image

Warten auf Mario und Soraia

image

Da sind se 😉

image

und weiter gehts.

image

einfach nur schön heute.

image

dito

image

dito

image

Azofra!

image

Geniale Herberge mit pool

image

in der Küche

image

chefkoch samuel

image

Essensstart

image

mittendrin ;))

image

und Abschluß im Garten 😉

Das wars für heute. Gute Nacht!

Besos! (Kuesschen ;))
Iris

13.5. Navarrete – Azofra (24 km)

Himmel – das ist ein Camino-Tag, wie man ihn nie vergisst. 🙂
In Navarrete beginnt der morgen recht langsam. wir gehen gemütlich in einem Hotel frühstücken. Mittlerweile sind wir zu siebt 😉 Loyda und Samuel von Teneriffa sind bombenlustig und abends sind wir so weit, dass wir alle uns gegenseitig besuchen wollen.

Recht schnell legen wir die ersten sieben Kilometer bis Ventosa zurück, wo es in einer kleinen Bar Snacks und Kaffee um halb elf gibt. Wir treffen auch Diana wieder, die gestern woanders untergekommen ist. sie will nur noch zehn Kilometer weiter bis Najera. Bevor wir dort ankommen, gibt es erstmal eine Polonaise und die Spanier lernen die Woerter Gottlieb Wendehals 🙂
Der Weg wird etwas schwieriger, aber ohne pause ziehen wir die zehn Kilometer trotzdem durch. Was mir nicht gut tut, denn vergesse das Essen. Gut, dass die erste Bar direkt am Anfang des Ortes ist. Um halb zwei schlagen wir dort auf und essen Pinxtos (Tapas mit Zahnstochern :)). Es gibt einen Stempel und viel Gelächter, weil Mario uns ich Unsere spanischen Sprachführer rauskramen. Meiner ist fuer pikantere Situationen geeignet, was wir daran merken, dass unter anderem der Satz „Nur mit Kondom!“ drinsteht. Wir lachen Tränen. 🙂
Irgendwann raffen wir uns auf, um die letzten sechs noch was Kilometer in Angriff zu nehmen, denn wir wollen nicht zu spät in Azofra sein. Judiths Bein macht leider richtig Probleme, doch wir zwei rauschen in eine deutsche Buspilgergruppe hinein, die sechs Kilometer durch die Rioja-Weinberge wandern möchte. wir fühlen uns bei den ganzen Fragen wie seltene Lebewesen, die man ausquetscht. Dass die kein Foto machen, ist auch alles. „Und was macht ihr, um am Ende des Tages nicht an die Schmerzen zu denken?“ – Judith und ich gucken irritiert.  Keine Ahnung. Wenn ihr nen Tipp habt – her damit! Irgendwer bietet uns irgendeinen Powerriegel an. Aus Höflichkeit teilen wir ihn und sind froh, dass der Mann den zweiten Riegel nicht mehr gefunden hat. Schmeckt das zum kotzen.
Die Bussis ziehen weiter und wir machen Pause. Mario und Soraia schließen auf. Mario faellt aber bald wieder zurück. Da ich Ibuprofen genommen habe, als die blase unter dem Fuß geplatzt ist, geht’s mir gut und wir singen Beatles-Songs. könnte glatt weiterlaufen. Bin aber froh, in Azofra anzukommen. So kann ich mit Samuel und Loyda, die heute ihren letzten Tag haben und deshalb mit dem Taxi nach Azofra zu uns nachgekommen sind, einkaufen gehen. Wir holen Tomatensosse, Knoblauch, Spaghetti, Spargel, Schokolade, Oliven, Kaese, Wein und Bier und fangen an zu kochen. Anschliessend sitzen wir zu acht (John aus Kalifornien ist spontan dazugekommen – ist ja genug da) und mampfen :)) Laut und lustig wird es. Nach dem Essen spülen die Herren und Loyda, Samuel, Soraia, John, Judith und ich sitzen später noch draußen am Minipool. Ich lerne mehr Spanisch als mir lieb ist (Ja, böse Woerter sind auch dabei :)) und wieder wird nur gegeiert. Was fuer ein Abend.
Und nun gibt’s sogar eine Nacht in Pressspanplatten-Zweibettzimmern. Nicht schlecht fuer sieben Euro 🙂

Bin echt müde jetzt. Morgen stehen die letzten 15 Kilometer bis Santo Domingo de la Calzada an.  Sogar John macht ne kurze Etappe Bis dort, um meinen Abschiedsabend „mitzufeiern“. Vielleicht kocht er ja wirklich Lasagne für alle, wie er versprochen hat 🙂
Ich hoffe, es wird ein toller tag. Auch dieser Camino wird ewig im Kopf bleiben und hat diesmal ganz andere Freunde ausgespuckt. :))
Danke dafür!

Alles Liebe und bis bald.  Drueck euch daheim. Hoffe, alles ist ok. Umaermel

Iris

Viana – Navarrete Fotos

image

Morgenpilger  mit Hund

image

Buen Camino!

image

Heute mag ich die Weite

image

Idyllisch oder?

image

In La Rioja angekommen!  🙂

image

Dona Maria

image

Pause bei Dona Maria

image

Logrono – Hauptstadt der Region LaRoija

image

Mit coolen Graffitis – Nummer 1

image

Nummer 2

image

Wow – Nummer 3

image

immer dem Pfeil folgen

image

Man beachte die Würfel 😉

image

Die beste Tortilla 🙂

image

Reiki

image

auf dem Weg hinaus

image

camino

image

Santiago 😉

image

Burgos  durchläuft man dann beim nächsten mal 🙂

image

Am Stausee

image

dito

image

Auf den letzten Berg müssen wir heute auch noch. klar. Rioja- die Weingegend.

image

es wird dunkler

image

Blick zurück auf den Stausee

image

pause vor den letzten 3,5 km

image

Navarrete!!!

image

Ruinen eines Pilgerhospitals

image

576 km bis Santiago :))

image

Fisch zum Abendessen.

image

Mit dem bekloppten Haufen 🙂

gute Nacht jetzt zusammen. Liebe grüße an alle 🙂

Bis morgen. nach hoffentlich 24  km 🙂
mir geht’s erstaunlich schnell wieder gut heute 😉
umaermel
Iris