28.9. León Tag 2

Pünktlich um viertel vor sieben bin ich wach – obwohl keine Rucksäcke gepackt werden und auch niemand mit Taschenlampen herumwedelt.
Es ist kalt in León- saukalt. Ich beschließe, die halb kaputte Fleecejacke wieder aus dem Müll zu fischen. Noch war ich nicht shoppen, daher hab ich keinen hübschen Camino-Pulli, den ich stattdessen tragen könnte. Muss ich in burgos kaufen – in León finde ich nichts. Nur León-Souvenirs.
Susan und ich suchen ein Café zum frühstücken, finden eine Hotelbar und denken uns, dass es bestimmt gut schmeckt hier. Vorher kaufen wir noch Cathy und Ron in die Arme. Er hat in meiner ersten Herberge mit David Gitarre gespielt. Leider geht’s ihm nicht gut, Er hat Probleme mit einem eingeklemmten Nerv und humpelt. Ich hoffe, sie können weiterlaufen. Wir verabreden uns zum Abendessen.
Im Café bestelle ich heiße Schokolade, was in allen Ländern Kakao bedeutet. Nur in spanien nicht. Da bekommt man geschmolzene Schokolade in einer Tasse mit löffel. Gruselig.
Nach nem ziemlich beschissenen Frühstück gehen wir auf souvenir- und Cache-Suche. Beides verläuft nicht sehr erfolgreich. Dafür ist das Festival wieder im Gange. Junge Männer tragen riesige bunte Fahnen durch die Gassen. Musik erklingt und Kinder sind herausgeputzt worden. Unglaublich viele Menschen sind unterwegs und sogar das Fernsehen filmt das Spektakel. Lynn und Alan tauchen auch auf. Sie kriegen das Zimmer neben uns. Ich streife ein wenig allein durch die Stadt und bestaune die riesigen wunderschönen Buntglasfenster in der Kathedrale. Beeindruckend.
Lediglich die vielen Menschen und die heiße Sonne Nerven mich heute ein bisschen. 😉
Ich bestelle einen Tisch bei einem kleinen Italiener an der Kathedrale für 18 uhr für 6 Personen. Erst klappt das, aber dann fällt dem Mädel ein, dass der Laden ja erst schließt und dann wieder um 20 Uhr öffnet. Ok. Also 20 Uhr.
Gegen sechs treffe ich Alan lynn susan kathy und Ron an der Kathedrale und wir trinken zwei Bier in einem der süßen Cafés. abschließend geht’s nach Viel Gelächter weiter zum Restaurant, das jedoch immer noch geschlossen ist. Um kurz nach 8 trudeln die beiden Bedienungen auch mal ein, lassen uns aber vor der geöffneten Tür im regen (!) Stehen, weil sie erstmal den Boden wischen möchten. Auch auf das klo dürfen wir nur nach minutenlanger Bettelei. Plötzlich soll das Lokal auch angeblich erst um halb 9 geöffnet sein. Um 5 vor halb 9 fällt den Mädels ein, dass es noch weitete 15 Minuten dauern könnte, bis wir reinduerfen. Kathy wird das zu blöd und sie quatscht auf die Mädels ein. Kurz darauf werden wir in das zweite lokal der Mädels gleich um die Ecke verfrachtet. Die Pizza die nun folgt, war die ganze Warterei dann leider nicht wert. Lynn hat das wohl geahnt den Sie ist schon vor dem Essen mit Magenpeoblemen im Hotel verschwunden.
Nach dem Essen verabschiede ich mich von kathy und Ron. Ich wünsche Ihnen von Herzen dass sie weiterziehen können. Alan susan und ich verschwinden unter Viel albernem Gelaber auch zum Hotel. Bin hundemuede. Morgen geht’s nach burgos und bilbao.
Fotos folgen.
Gute Nacht :))
Iris
Wink

27.9. Bilder León tag1

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Auf dem Weg in die Innenstadt. Seltsam wieder hier zu sein.

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Dasselbe Festival ist im Gange wie im letzten Jahr 🙂

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Als erstes verschwinden die Socken im Mülleimer des Hotelzimmer im hostal san martin wo ich auch im letzten Jahr War. Diesmal ist susan dabei. Sonntag stoßen Alan und lynn hinzu.

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Geocaching in León 🙂

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Fund  😉

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Burgerking! !!

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Himmel ;)))

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Die Löwen sind in León allgegenwärtig.

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Wie hier 😉

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Susan mit den Cache 🙂

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Ruhe im Strom der Touristen

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Meine Kathedrale 🙂

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Bei Nacht.
Der Regen setzt ein. Zeit zum Hotel zu gehen. Es ist kalt :))
Bis später!
Wink
Iris
P.s.: Elvis ist auch da! 😉

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27.9. Mansilla de las mulas – León (20 km inklusive hotelsuche – insgesamt 262 km)

Die Nacht in der Municipal-Herberge in Mansilla War erholsam. Zwar hören wir, wie die anderen aufstehen, aber sie latschen nicht direkt am  Bett vorbei weil wir ja das Privatzimmer haben.
Gemütlich machen wir uns nach dem packen auf den Weg zum Café um zu frühstücken.
Tostadas und Kaffee stehen Wie immer auf dem Plan. Susan und ich lassen uns Zeit, den heute laufen wir in León ein und das Hotelzimmer ist zwischen 4 und 5 erst zu haben. Bis León sind es noch ungefähr 19.5 km.
Der erste Halt in einer Herberge mit pool beinhaltet auch eine reizende Begegnung mit zwei allen Damen die dort arbeiten. Irgendwann kommt eine jüngere Frau mit Kind hinzu, das herzallerliebst beturtelt wird. Sofia heißt die Kleine und durch Ihre Oma wünscht sie uns einen weiteren „buen camino“. Susan wird diese aufmunternden Worte noch länger brauchen als ich. Leon ist für mich heute das Ende einer spannenden rund 930 Kilometer langen Reise,  die ziemlich genau vor einem Jahr begonnen hat. Und zwar sogar im selben Hotel wie damals – im hostal san martin.
Der Weg nach León steigt ein wenig an und die letzten kleinen Hügel wollen bezwungen werden. Ein stopp in einer kleinen Stadt beschert mir noch einmal tortilla. Anschließend können wir bald einen ersten Blick auf León, die majestätische Stadt der Löwen, erhaschen. Die Kathedrale wiederzusehen ist unglaublich.
Durch Gewerbegebiet geht es weiter, bis wir endlich die quirlige Altstadt erreichen. Ich traue meinen Augen kaum: dasselbe Festival mit Musik und tanzenden Menschen in trachten, das mich im letzten Jahr empfangen hat, begrüßt mich ein weiteres mal. Ich bin überwältigt.
Ziemlich schnell finde ich das Hostal wieder und eine heiße ewig lange Dusche ist meine Belohnung für das erreichen meines persönlichen Ziels, von dem ich noch nicht genau weiß, was es letztendlich für mich bedeutet. Ich weiß nur: ich fühle mich gut.
Nach dem Einleben erforschen Susan und ich die überfüllte Stadt. War es nachmittags noch 27 Grad warm, wird es nun kaelter und windiger. Wir finden endlich den bin susan heiß ersehnten geocache und sie hat Spaß Wie Bolle. Das beste aber ist eigentlich etwas schlechtes: ein Siegermenue bei Burgerking 🙂 zwiebelringe Pommes und chicken burger mit coke. Wow :)))
Dann beginnt es zu regnen als wir nach dem Schlendern durch Läden und dem Kauf meiner bustickets nach burgos und bilbao (wo ich ein drittes und letztes mal versuchen werde, in die dumme Kathedrale zu kommen) den zweiten geocache ansteuern. Drei junge Kids spielen in der Nähe und quatschen und irgendwann an. Adrian ist 12, seine Schwester Paula 8 und ihr Kumpel 14. In Einem Mix aus spanisch und Englisch erfahren wir, dass das Festival noch ein paar Tage dauert und morgen gegen 5 so etwas wie eine Pferdeparade in der Stadt sein soll. Na mal sehen. Die Kids sind lustig und erzählen begeistert, dass sie gerne Ohren und Zungen von Schweinen Essen. Baeh.
Als es richtig zu plaestern beginnt, suchen wir endlich unser Hotel. In strömendem Regen kommen wir verfroren an. Meine Socken mit löchern wandern in den Müll und ich texte alan und lynn, dass ich Ihnen für morgen ein Doppelzimmer gebucht habe. Reunion auf dem Camino. Juchu. Cathy und Ron werden morgen eventuell auch hier sein. 😉
Nun bin ich hundemuede und penne erstmal lang.
Dicken Kuss.  mehr später. Muß erst ausruhen ;))

Hab euch lieb.

Ps: ich hab es tatsächlich geschafft. Megafreu.
Bis morgen.
Wink
Iris

26.9. El burgo ranero – mansilla de las mullas 19km

Um 3 liege ich wach im Bett und kann nicht mehr pennen. Ich versuche mein Hotel vom letzten Jahr in León zu buchen (die Stadt scheint mich zu beschäftigen) und verschicke Mailanfragen.
Gegen halb sieben werde ich wieder wach und gegen halb acht sitzen susan und ich im Cafe und essen zur Abwechslung tostadas. Schmeckt sogar. Sollte es auch, dem Bis zum ersten stopp sind es 12.5 Kilometer.
Die Strecke führt wieder neben einer Landstraße her und es ist unglaublich kalt. Susan lernt weiter Deutsch und mittlerweile auch spanisch, da sie Schiss davor hat, ab sofort selbst ein bett zu reservieren.
Nach mehreren kurzen Stopps erreichen wir gegen halb 1 unser mittagsziel.
Es gibt furchtbare makkaroni. Aber sie geben Kraft für die nächsten 6.5 Kilometer nach Mansilla de las Mulas.
Kurz vorher treffen wir ein Trio mit dem susan anfangs gelaufen ist. Nur der Vater scheint ok zu sein. Bei Ricky, dem so genannten Sohn, habe ich jedenfalls kein verlangen, mit ihm ein Bier zu trinken. Wir beschließen spontan, nicht in der privaten sondern in der städtischen Herberge zu leben, um dem trio zu entgehen. Unsympathische Leute.
In der städtischen Herberge empfängt uns Lara. Und aus dem Bauch heraus grüße ich sie von Ken aus el burgo, der mir erzählt hat, er stünde auf Laras schwarzer Liste – darauf stünden allerdings nur Leute die Lara mag. Auf meine Intention zu hören, war gut. Wir werden zu unserer Verblüffung in das private Doppelzimmer der freiwilligen Helfer geführt, die normalerweise hier arbeiten. Mit eigenem Schlüssel und Bad und Balkon. Für 5 Euro pro Nase. Hier werde ich demnächst mal hospitalera sein. Im Innenhof haben überall Topfblumen und der Begrüßungsraum ist mit Millionen Fotos geschmückt. Lara hat etwa mein alter und hat nen Guten Sinn für Humor.
Wir sehen uns die hübsche kleine Stadt an, schieben uns durch Supermärkte und Gassen, während unsere Wäsche in der Maschine ist. Zurück im Innenhof warten wir auf die Klamotten und gehen anschließend etwas essen. Im tv laufen spanische Nachrichten (Sextaeter aus Haft entflohen undv irgendwas über Ronaldo, der wohl nach Manchester wechseln will) sowie ein Bericht ist das spanische big brother (gran hermano) und ein Unwetter sowie eine schräge Gameshow mit ner echten Ziege. Seltsam.
Morgen werde ich in León ankommen wo Alles begann. Mein letzter Stempel dieser insgesamt 930 Kilometer wird derselbe sein den ich damals bekommen habe. Seltsam.
Mal sehen was das gibt. Ich freue mich auf die Stadt;  lynn und Alan werden Sonntag da sein und wir werden alle gemeinsam essen und ein Bierchen trinken. Und Montag geht es dann nach Bilbao.
Wuenscht mit Schöne 20 Kilometer bis León ;))
Mehr gibt’s morgen.
Dicken Kuss
Wink. Iris
Als tutti 🙂
Umaermel

26.9. El burgo ranero – mansilla de las mullas (19 km – 242 km insgesamt)

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Neuer Tag neuer Sonnenaufgang. Wunderschön.

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Dieses Licht wenn die Sonne aufgeht ist wunderschön.

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Susan räumt auf.

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Es wird wärmer.

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Finde heraus was dich glücklich macht und finde dann heraus wie du damit Geld machen kannst 😉

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Pause

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Makkaroni to go

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Ankunft in Mansilla

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Unser privates Zimmer

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Hübsches staedtchen. Endlich mal wieder 😉
Morgen geht’s nach León.
Mal sehen wie es ist.
Später mehr 🙂
Kuss Alles super
Hab euch lieb 🙂
Iris